Soziales - Projekte

Einführung

Meine private und berufliche Entwicklung hat es mit sich gebracht, dass ich mich immer häufiger sozialen Themen zugewandt habe. Schon im Studium habe ich das Wahlfach „Krankenhausbau“ gewählt und habe dann auch als Architektin an der Planung und Ausführung von Krankenhäusern mitgearbeitet bzw. an Wettbewerben teilgenommen.

 

Durch die Planung von Mehrfamilienwohnhäusern und durch die Beschäftigung mit „Neuen Wohnformen“ sowie ganz besonders durch die Ökologie-Bewegung bin ich zum „Gemeinschaftlichen Wohnen“ gekommen. Ich habe Projekte im In- und Ausland besucht, da auch auf Probe gewohnt, und schließlich an der Organisation und Umsetzung von Gemeinschaftlichen Wohnprojekten gearbeitet. Die Ausstellung zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen von Alt und Jung in Deutschland und Österreich“ sowie die anschließende Gründung der „Initiative Gemeinsam Bauen Wohnen“ in 2009 hat eine Bewegung ins Leben gerufen, die bis heute anhält und der viele Gemeinschaftsprojekte zu verdanken sind.

 

 

Gemeinsam urban wohnen

Die Forschungsarbeit „Neues Wohnen im Alter“ war und ist weiterhin Grundlage für die Überzeugungsarbeit bei Politikern, Stakeholdern u.a. Der soziale Wohnbau in Wien ist europaweit bekannt. Auch alternative Wohnformen werden hier gefördert. Viele Menschen wohnen allein in großen Familienwohnungen. Die Kinder sind ausgezogen. Der/die PartnerIn ist nicht mehr da, und sie sind einsam.

 

Wir, Peter Bleier und ich, haben im Oktober 2013 zusammen mit einer Pioniergruppe, den Verein „Kolokation, gemeinsam urban wohnen“ gegründet. 

 

 

Foto Brandl
Foto Brandl
Vereins-Logo
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verein kolokation

 Das erklärte Vereinsziel ist es, Gemeinschaftliche Wohnprojekte in bestehende Althäuser oder in Neubauten einzuplanen und mit partizipativer Beteiligung der Bewohner umzusetzen. Dadurch kann das Zusammenleben von Alt und Jung und der damit verbundene nachbarschaftliche Umgang miteinander gefördert werden, und schließlich wird auch die Stadt durch deren Aktivitäten bereichert.

 

UM PROJEKTE VERWIRKLICHEN ZU KÖNNEN, HAT KOLOKATION BISHER AN FOLGENDEN WETTBEWERBEN TEILGENOMMEN:

 

Bewerbungsverfahren für Baugruppen, Leben am Helmut Zilk Park

Baugruppe: „Kolokation am Hauptbahnhof“,  Baufeld C.12.D.

Arch.Susan Kraupp, Bauträger: SAG-Schwarzatal (2014)

 

Bewerbungsverfahren für Baugruppen, Leben am Helmut Zilk Park

Baugruppe: „Kolokation am Hauptbahnhof“,  Baufeld C.17.D.

Arch.Susan Kraupp, Bauträger: SAG-Schwarzatal (2014)

 

Bauträgerwettbewerb „generationen:wohnen in Wien 10, Sonnwendviertel,  Das Multigenerationenhaus - mit Baugruppe Kolokation, Baufeld C.11.A

Arch.PPAG- Georg Poduschka, Anna Popelka, Bauträger: SAG-Schwarzatal (WB 2015)

 

Bauträgerwettbewerb „generationen: wohnen in Wien 10, Sonnwendviertel, Baufeld C.11.A  / 1100 Wien, Maria Lassnig Straße 2

Baugruppe: Kolokation - Sonnwendviertel

Arch. Baumschlager / Eberle, Bauträger: EGW – Heimstätte

(WB 2015, Bezug 2019)

 

Bauträgerwettbewerb, Bewerbungsverfahren für Baugruppen in

Wien 22,  Quartier am Seebogen, aspern Seestadt, Baufeld G12B

Baugruppe: Kolokation am Seebogen (kolok-as)

Arch. Christian Kronaus, Bauträger: SAG - Schwarzatal

(WB 2017, Bezug 2021)

 

Bauträgerwettbewerb „An der Schanze“, Wien 21.Bez.

Baugruppe: Kolokation 21Gemeinsam Wohnen im Donaufeld

Arch. Christian Kronaus und Peter Mitterer, Bauträger: Gartenheim (2018)

 

Bauträgerwettbewerb „Biberhaufenweg“, Wien 22.Bez.

Baugruppe: Kolokation 22 – Gemeinsam Wohnen in der Lobau

Arch. Christian Kronaus und Peter Mitterer, Bauträger: AUFBAU (WB 2019)

 

Bauträgerwettbewerb „Attemsgasse – DIE Stadt“, Wien 22. Bez.

Projekt: „Die Stadt unser Dorf“

Kooperationspartner: Kolokation - Attemsgasse, JUNO-Alleinerziehende, Volkshife, SOS-Kinderdorf, Vienna-Hobby-Lobby Quartier-Kind, Imker

Soziale Nachhaltigkeit: art:phalanx

BWM Architekten, Bauträger: ARWAG, WOGEM (WB 2020)

 

 

Kolokation – Sonnwendviertel (Kolok-Swv)

Aus dem Bauträger-Wettbewerb „Generationen: wohnen“ ist das Projekt „Kolokation-Sonnwendviertel“, eine Gemeinschaftsetage mit 15 WE entstanden. Die Baugruppe im Alter von 50+/60+ ist Ende 2019 eingezogen. Im diesem geförderte Wohnhaus sind auch junge Familien, Singles und ein Therapie-Einrichtung für Kinder untergebracht. Gemeinschaftsräume und Dachterrassen ermöglichen Kontaktaufnahme und geselliges Beisammensein.

Kolokation – Am Seebogen (Kolok-As)

Dieses Baugruppen-Projekt für „Alt und Jung“ ging auch aus einem Wettbewerb hervor. Es liegt im nördlichen Bereich (Am Seebogen) der Seestadt Aspern. Gemeinschaftliches,  leistbares und nachhaltiges Wohnen ist Hauptziel dieses Projektes. Alle Bewohner waren in die Planung ihrer Wohnungen partizipativ eingebunden. In Gemeinschaftsräumen, auf Terrassen und in Treffpunkten können nachbarschaftliche Kontakte gepflegt werden. Eine Tageseinrichtung von Jugend am Werk ergänzt die soziale Ausrichtung dieses Projektes. Auch für Alleinerziehende und Studenten wurde Wohnraum geschaffen.

 

Die Baugruppe Kolok-As möchte ganz besonders die Chance des Zusammenlebens  von „Alt und Jung“ nutzen. Die Jüngeren können von der Erfahrung der Älteren und diese von der Vitalität der Jugend profitieren. Gemeinsames Tun, gegenseitige Hilfe, Kreativität und Empowerment können für ein angenehmes Leben in der Seestadt förderlich sein.

 

Weitere soziale Projekte

Wie schon anfangs erwähnt habe ich an Schulbau-Wettbewerben teilgenommen und an der Planung und Ausführung von Krankenhäusern gearbeitet.

 

  • Volksschule und Kindergarten, 1100 Wien, Katherinengasse (WB, 2001)

  • Bertha-von-Suttner Schule, 2320 Schwechat, Schrödlgasse (WB, 2001)

  • Kaiserin-Elisabeth-Spital, 1140 Wien, Huglgasse (WB, 1998)

  • Otto-Wagner-Spital, Pavillon Austria, 1140 Wien (Gutachterverfahren, 2000)

 

Ich hoffe, weiterhin einiges zum Thema anstoßen bzw. verwirklichen zu können. Das Thema „Post-Pandemic-Collaborative-Housing“ liegt mir gerade sehr am Herzen.